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Author Archives: Peter Ruhr

Allgemein Blättern & Rauschen Menschen

Sie hat die Haare schön

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Lässt Maria Furtwängler tief blicken?

Eine gute Freundin von mir wohnt in Bad Wiessee, wo auch Hubert Burda mit seiner Gattin Maria Furtwängler residiert. Da meine Freundin fleißig die BUNTE liest, freut sie sich immer, wenn sie in den Straßen der kleinen Stadt die nun wirklich prominente Maria Furtwängler entdeckt. Allerdings hat sie mir kürzlich erzählt, die Schauspielerin würde meist ziemlich traurig, ja unzufrieden dreinblicken. Und das, obwohl sie einen bekannten und wohlhabenden Mann hat und dazu auch noch im Film und Fernsehen auftritt!

Lassen wir jetzt mal Hubert Burda beiseite, könnte der Grund für ihre missmutigen Blicke ja auch die uns allen zusetzende Corona Situation sein, in der man Freunde besser nicht mehr besuchen sollte, Galas nur noch mit Mundschutz stattfinden und was da noch alles an weiteren Widrigkeiten anzuführen wäre.

Ihr Gemütszustand scheint sich aber in letzter Zeit wieder etwas aufgeklart zu haben, denn sie steht nach langer Zeit endlich wieder einmal vor der Kamera. Und zwar in dem Film ‚Felix Krull‘, ein Stoff, der auf einem unvollendeten Roman von Thomas Mann basiert. Das Buch an sich hatte dem Schriftsteller so recht keine Freude gemacht. Heutzutage hätte er wahrscheinlich gesagt, der Stoff sei selbst für ihn eine haarige Angelegenheit gewesen.

So ähnlich muss sich auch Maria Furtwängler gefühlt haben, als sie inhaltsbedingt in einschlägigen Szenen nackt oder zumindest leicht bekleidet agieren sollte. Um diesem ungewohnten Zustand zu begegnen, so ließ sie verlauten, würde sie deshalb, wo es geboten scheint, mit einem für sie bis dato völlig ungewohnten „Schamhaar Toupet“ auftreten. Der Zuschauer wird also gewärtig sein müssen, dass es sich bei dem, was er im Film als vermeintliches Schamhaar von Maria Furtwängler zu sehen bekommt, keineswegs um deren eigenes Schamhaar handelt, sondern nur eine Art Fake, ein Schamhaarersatz sozusagen. Einerseits hatten alle (so Frau Furtwängler) beim Dreh darüber ziemlich gelacht. Andererseits habe ihr das Falschhaar beim Agieren aber auch große Sicherheit gegeben, denn unten so ganz ohne ist selbst für eine erfahrene Schauspielerin ein nicht gerade üblicher Zustand.

Ganz anders verhält es sich da mit der Stimmungskanone Tony Marschall, für den ein Auftritt ohne Toupet, also oben ohne, im Laufe der Jahre total normal geworden war. Anders als bei Maria Furtwängler ist dem Sänger im Laufe der Jahre sein Falschhaar schon zur zweiten Natur geworden, weshalb er wegen des Kunsthaares bei seinen Auftritten auch nicht mehr gesondert lacht, sondern lange Zeit froh war, dass es ihn beim Agieren in winterlicher Umgebung sogar noch vor Erkältung bewahrt.

Nun aber hat er in einer aufsehenerregenden Mitteilung verlauten lassen, dass er sein weiteres künstlerisches Leben ohne Toupet gestalten wolle: „Mit 83 muss ich mich nicht für wenige Haare schämen“. So gesehen, hat ja Maria Furtwängler noch eine geraume Zeit hin, sich das mit dem Toupet zu überlegen.

 

Allgemein Gastbeiträge Kultur

Neue Perspektiven in jeder Beziehung

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„Boxen auf“ auch für das gesellschaftliche Leben im Kurhaus Baden-Baden

Eigentlich war vieles wie immer – und doch gefühlt alles ganz anders: Im erstmals nach der Coronapause wieder zugänglichen Benazetsaal trafen sich – wie üblich – am Vorabend des ersten Renntags Pferdefreunde aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport auf Einladung der Baden-Baden Events und der neuen Baden Galopp diesmal unter dem Motto „Boxen auf“.

Weniger Glamour als beim traditionellen Empfang zur Großen Woche, ein mit Stehtischen und hohen Stühlen auf Corona-Distanz eingerichteter Saal , dem eine ausgeklügelte Lichtregie ungewohntes Flair verlieh. Neue Perspektiven beschworen auch die Gastgeber herauf: Die große Renntradition soll fortgesetzt werden, aber unter zeitgemäßen Bedingungen – fröhlich, leger und mit hohem Spaßfaktor rund um den hochklassigen Rennsport. Es gilt, neues Publikum zu gewinnen – ohne dabei aber die Stammgäste, die die Kurstadteleganz schätzen, zu verprellen.

„Boxen auf“ hieß es mit dieser von viel Optimismus und guter Laune geprägten Veranstaltung aber auch für das Kurhaus typischen Galaabende des Tanzsports: Am 11. September tritt die Elite der Standardpaare zur Kür-Europameisterschaft der Professionals im Bénazetsaal an – vor einem Publikum in festlicher Abendgarderobe statt sportlich-legeren Outfits wie beim Auftakt. Im gewohnten Rahmen soll auch die Welttanzgala am 8. November die Gäste mit allen Facetten des Tanzsports bezaubern – und möglicherweise dürfen dann auch wieder die Tanzbegeisterten selbst die Fläche stürmen. Schon zwei Wochen später steht mit „Soul Dance“ eine außergewöhnliche Tanzshow auf dem Programm. Sogar eine Silvestergala scheint möglich zu sein – falls Corona nicht wieder einen dicken Strich durch die Planung macht. Planungssicherheit sieht anders aus. Dass mit großem Engagement und noch größerer Begeisterung derartige Klippen zu meistern sind, hat das Team von „Baden Galopp“ bewiesen: Mit einem Drittel der üblichen Vorlaufzeit und der Hälfte der üblichen Mannschaft wurde das volle Programm für die auf vier Renntage reduzierte „Große Woche“ aus dem Geläuf gestampft. Auch wenn das hochgesteckte Ziel der doppelte Besucherzahl bei der Premiere in diesen Tagen wohl kaum zu erreichen ist – „Hals und Bein“ ist für die Zukunft allen Beteiligten zu wünschen – auf der Rennbahn, den Tribünen und dem Parkett.

Irene Schröder

Fotos mit fr. Genehmigung durch Valentin Behringer

Allgemein Kultur

Vom lauten Rühren in der Buchstabensuppe

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Warum wollen alle Dichter aus ihren Werken laut vorlesen?


Eine Bekannte von mir schreibt kleine Geschichten. Diese handeln meist vom alltäglichen Leben. Es kommen darin Kinder vor, Nachbarn. Aber auch Dinge, die ihr auffallen, sie ärgern, amüsieren. Manchmal sind diese Geschichten lustig, öfter aber auch mal traurig. In jedem Fall sie sind gut zu lesen, zumal in den Geschichten kaum Fremdwörter vorkommen. So muss man selten Wörter nachschlagen, die man noch nicht kennt. Kurz, es spricht nichts gegen dieses Hobby, das uns, gibt sie uns diese Geschichten zum lesen, richtig Freude macht.

Nun muss ihr aber irgendjemand den Floh ins Ohr gesetzt haben, dass man diese Texte auch öffentlich vortragen kann. Das wäre an sich ja noch nichts Besonderes, hätte sie nicht einen recht großen Freundeskreis, bei dessen Anlässen sie neuerdings irgendeine Geschichte „zum Vortrag bringen könnte“ – so die Formulierung, mit der so eine Lesung meist etwas umständlich angekündigt wird.


Der Aufwand bei so einer Lesung ist ja überschaubar. In der Regel braucht sie einen Stuhl, einen kleinen Tisch, und – ganz wichtig – eine Lampe. Was sie immer schön findet ist zudem eine Blumenvase mit ein paar Blümchen drin, die sie im Laufe des Vortrags immer mal wieder liebevoll betrachtet.


Nun mag der Leser (oder in seiner weiblichen Form die ‚Leserin‘) einwenden, was dagegen spreche, dass jemand Geschichten schreibt und diese auch noch vorliest. Da muss ich sagen: eigentlich nichts. Die Vortragende liest in der Regel ja nicht laut, niemand hat Anlass, sich gestört zu fühlen. Auch wird die Luft nicht verschmutzt; die Vortragende (wie im vorliegenden Fall) liest ja nicht im Fahren.
Soweit so gut.


Jetzt aber kommt das große Aber. Meine Bekannte liest schlecht. Das ist kein Problem, wenn jemand einem anderen mühsam die Schrift einer unleserlichen Postkarte dechiffriert. Anders wiederum verhält es sich, wenn eine noch ziemlich unbekannte Dichterin mit vergleichsweise großer Euphorie aus eigenen Werken vorträgt, von denen man vortragsbedingt wünscht, dass das Werk gefälligst bald aufhöre. Meist liest sie etwas hastig, manchmal aber schleppt sie auch. Und immer wieder kommt es vor, dass sie vom selbst gesetzten Komma überrascht scheint. An anderer Stelle wiederum scheint diese den Satz gliedernde Hilfe schmerzlich vermisst zu werde. Manchmal geht ihr sogar die Luft aus, bevor der offensichtlich zu lange Satz endlich ein Ende findet. Dann kuckt sie schon etwas früher zu den Blumen in der Vase.

Nun ist sie nicht die einzige, die sich in der Kunst des Vortrags gefällt. Die Kulturwelt ist voll davon. So auch in Klagenfurt anlässlich des „Ingeborg Bachmann Preises“, bei dem es in der Regel zu schwer verdaulichen Darbietung von an sich nicht einfacher Literatur handelt. Wer sich jemals der Tortur unterzogen hat, so eine Lesung im Fernsehen zu verfolgen, der fragt sich, warum sich die LiteratenInnen dort nicht nur traditionell zum Schwimmen in den Wörthersee begeben, sondern die Texte durch ihren Vortrag anlassbedingt auch noch gleich mit versenken.
 

Doch sollte man eine so schwere Kritik nicht ohne Erwähnung des besser Möglichen in den Raum stellen. Als beispielhaft gute Vortragende eigener literarischer Hervorbringungen dürfen z.B. gelten Günter Grass, Ernst Jandl und Walter Jens. Aber das sind wahrhaft rare Ausnahmen. Der Rest ist besser Schweigen.


Es mag die vortragenden DichterInnen schmerzen. Sie schaden ihren Texten durch ein Vortragen eigener Texte meist mehr als dass sie diesen nützen. So könne es z.B. sein, dass der Text keineswegs so einfach gebaut ist, wie der Schöpfer sich das vorstellt. Der Prozess des Hervorbringens ist meist komplex, und selten macht sich der Verfasser die Mühe, das Fabrizierte sich selbst laut vorzulesen. Max Brod erzählte, dass Kafka seiner Texte vorgelesen hätte, allerdings immer nur im Kreise seiner drei Prager Freunde. Flaubert hingegen liebte den Vortrag laut. Von ihm ist bekannt, dass er jeden einzelnen Satz seine ‚Madame Bovary‘ laut aus dem Fenster gebrüllt hätte. Verständlicherweise ist dann daraus ja auch große Literatur geworden!


So weit geht meine Bekannte nicht. Sie wohnt eher beengt und muss fürchten, dass ein lautes Deklamieren die Nachbarn stört. Aber vielleicht ist der Text tatsächlich so einfach nicht, wie die Verfasserin es sich vorstellt, und kein Mitbewohner rät dann dazu, das Gebotene schlichter zu fassen, ggf klarer zu strukturieren. Das Ergebnis ist dann so, wie ich es eben beschrieben habe.


Und in der Tat ist das eine oder andere Werk tatsächlich schwer vorzutragen. So hat man nie davon gehört, dass z.B. Arno Schmidt je aus ‚Zettels Traum‘, oder James Joyce aus dem ‚Ulysses‘ gelesen hätte. Auch Marcel Proust hätte bei seinem Opus Probleme gehabt, Sätze, die sich über eine halbe Seite erstrecken, schlüssig zu vermitteln. Muss ja auch nicht sein, wenn man seine Fähigkeiten aufs Literarische beschränkt. Aber auch die Schöpfer anderer Kunstwerke übten sich in angebrachter Bescheidenheit. Ist z.B. jemandem zu Ohren gekommen, dass Rembrandt etwa „Die Nachtwache“ erklärt oder Wagner aus eigenen Opern vorgesungen hätte? Eben.


Heute Abend also wieder so ein Vortrag meiner Bekannten. Natürlich liest sie aus eigenen Werken. Man erwartet mich. Ich werde zeitig da sein. Es gibt Kaffee und Kuchen.

Menschen

Im Stadtgarten

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Wie meine Nachbarin fortwährend Leben vernichtet

Vor längerer Zeit hatte ich an anderer Stelle einmal über meine Nachbarin berichtet. Und zwar darüber, wie sie versuchte, Pflanzen auf ihrem Balkon zu ziehen. Sie machte alles, was man halt so macht, wenn man’s auf dem Balkon gern lebendig hat.  Die Pflanzen hatten von der Dame freilich nicht nur Wasser und allerlei Düngemittelchen zugeführt bekommen, sondern auch Ansprache, Worte, von denen sie glaubte, dass sie auf die Psyche des Pflänzchens wachstumsfördernde Wirkung hätte. Aber wenn man weiß, wie positiv Pflanzen auf zärtliche oder vernünftige Ansprache reagieren, der kann sich vorstellen, was meine Nachbarin so alles an diese hin geredet haben muss: da war bestimmt von Krankheiten in der Familie die Rede, auch finanzielle Engpässe wurden angesprochen. Persönliches Leid war sicherlich ein Thema und natürlich viel Einsamkeit. Irgendwann war das selbst der lebenslustigen Pflanze zu viel. Wie sonst hätte sie  – trotz Luft, Licht und Aufbaumittelchen – ihre Lebensfreude verloren und war am Ende dann schließlich von uns gegangen? In den Primelhimmel. Einfach so.

Ich erzähle das hier noch mal für all jene, die das von mir so einfühlsam beschriebene Sterben nicht mitgekriegt hatten. Denn wo früher frohes Grün war herrschte von da an bis in die jüngste Zeit tristes Schwarz, bestenfalls Braun und Grau.

Dann aber trat eine Wende ein. Immer öfter sah ich einen Mann auf ihrem Balkon, was mich natürlich freute. Nichts Schlimmeres, als wenn der Mensch alleine ist. Aber ebenso schlimm ist ein Balkon, von dem jegliches Leben gewichen ist. Aber mit dem neuen Mann kam auch neues Leben in ihr Leben. Neue Pflanzen sprossen, von denen ich mir als Freund der Natur natürlich erhoffte, dass sie mit ihrem lebensfrohen Grün auch meinen Alltag etwas beleben.

Einmal konnte ich es mir nicht verkneifen, meinen kleinen Aldi Fernstecher ans Auge zu führen, um dann festzustellen, dass es sich bei den Pflanzen um die Sorten CHRYSALIDOCARPUS  LUTESCENS und CYCAS REVOLUTA von IKEA handelt. Wer aber weiß, was solche Pflanzen beim Einkauf  am Samstag von den Kunden so alles zu hören bekommen, der darf davon ausgehen, dass die Pflanzen auch auf dem gegenüberliegenden Balkon überleben, wobei sie das giftig-satte Grün in den IKEA Einkaufszentren zeit ihres Lebens natürlich nicht mehr erreichen. Liegt aber wahrscheinlich am Kunstlicht.

Fortan sah ich die Nachbarin und ihren Lebensgefährten glücklich in ihrem Balkongärtlein sitzen, scherzend und jungverliebt.  Wer sich aber noch erinnert, wie grausam ihre nett gemeinten Worte  den Blumen zugesetzt hatten, was letztlich zu deren Tod führte, ahnt vielleicht, dass eine fehlende Ansprache an sich ja kein Fehler sein muss.

Jedenfalls sprach sie jetzt immer mehr mit ihrem Partner, der, zunächst noch gesund, braungebrannt und fröhlich, dann aber zunehmend grauer wurde (Aldi Fernstecher). Er sprach auch immer weniger, und ich musste verstärkt an das Schicksal der Balkongewächse denken, die ja eingegangen waren. Seit einiger Zeit sehe ich den Mann aber nicht mehr. Es scheint, als wäre er gegangen. Ich befürchte das Schlimmste. Denn jetzt spricht sie verstärkt wieder mit den Pflanzen.  

 

 

 

Allgemein Gastbeiträge Kultur

Festivals im Festspielhaus

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Tod-in-Venedig-31-©-Kiran-West

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Respekt, Hoffnung, Dankbarkeit, vorsichtiger Optimismus: Sowohl die Körpersprache als auch die Diktion Benedikt Stampas bei der jüngsten Pressekonferenz zur Lage im Festspielhaus ließen auf bessere Zeiten in einem der größten Opern- und Konzerthäuser Europas schließen. Die positive Grundstimmung des Intendanten hatte offenbar auch die Wahl seiner Garderobe beeinflusst: Die leuchtend gemusterten Socken waren einfach nicht zu übersehen. Schade, dass die zugeschalteten Kollegen am Bildschirm dieses Statement wohl nicht mitbekamen!

Was sie dagegen geboten bekamen, war die Vorstellung eines mit musikalischen Kostbarkeiten gespickten Programms für das letzte Quartal des C-Jahres. Am 25. September eröffnet Valery Gergiev mit den Münchner Philharmonikern den Reigen der 50 Veranstaltungen mit großen Namen der internationalen Musikwelt, darunter bewährte Freunde des Festspielhauses wie die Berliner Philharmoniker, John Neumeier,

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Thomas Hengelbrock, Teodor Currentzis oder Elina Garanca und – natürlich dem Mariinsky Theater, ohne dessen „Schwanensee“ das Weihnachtsprogramm nicht perfekt wäre. Das Programm enthält mehrere Glanzlichter, die der Pandemie in den vergangenen Monaten zum Opfer fielen, aber auch Ansätze zur Neuausrichtung, die Stampa als „Brücken der Hoffnung in die Zukunft“ bezeichnete. Noch stärker als bisher sollen Baden-Badener Spielstätten wie das Theater oder das Burda Museum in das Gesamtprogramm eingebunden werden – ein weiterer Pluspunkt für das neue Weltkulturerbstück! John Neumeier plant über die Residenz seines Hamburg Balletts im Oktober hinaus die schrittweise Etablierung eines Tanzfestivals, der deutsch-franzöischen Freundschaft soll ein weiteres Festival gewidmet werden. Mozarts „französischste Oper“, „Idomeneo“ stimmt am 21. und 23. Oktober im Rahmen eines viertägigen „Nachbarschaftsprogramm“ auf diesen künftigen Schwerpunkt ein.

Während sich die Festspielhaus-Mannschaft derzeit von den Strapazen der vergangenen Monate voller Ungewissheit erholt, läuft der Vorverkauf für das Herbstprogramm auf Hochtouren. Im Oktober will der Intendant das Jahresprogramm für 2022 vorstellen – es wäre schön, wenn es auch einige heitere Komponenten aufweisen würde. Auch gut gemachte Operette hat ihren Platz in der großen Kulturwelt – und ein fröhliches Lachen sollte gerade in unerfreulichen Zeiten im Musentempel an der Oos nicht nur in den Pausen erlaubt sein.

Irene Schröder

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