Allgemein Essen & Trinken

Der Preis ist heiß Teil 2

Vom Munde abgespart: der Bierpreis in Baden-Baden

muc_maxvorstadt_loewenbraeu_sudkesselNun ist es ja nicht das Dümmste, sich von Zeit zu Zeit dumm zu stellen, und so verlassen wir jetzt einmal die Orte des Geschehens und begeben uns in Gedanken nach Franken, z.B. nach Maroldsweisach. Der Ort trägt den beneidenswerten Titel ‚familienfreundlichste Gemeinde unter 5000 Einwohnern‘, was letztlich bedeutet, dass der Vater dort ein gutes Bier zu einem vernünftigen Preis bekommt. Am besten z.B. in der Brauereigaststätte ‚Zum grünen Baum‘, wo die Brauereifamilie Hartleb im letzten Jahr 1450 Hektoliter unfiltriertes fränkisches Landbier produzierte.

Gehen wir jetzt einmal davon aus, dass auch Familie Hartleb nichts zu verschenken hat, so müssen wir jetzt aber einmal festhalten, dass die Halbe dort € 1,90 kostet. Wir wiederholen: € 1,90!!

Natürlich ist das Leben dort im Fränkischen billiger, aber einen Brauereilastwagen bekommt die Familie auch dort nicht geschenkt. Und Steuern bezahlen sie auch, altersversorgt werden sie auch sein. Den Hopfen werden sie nicht wesentlich billiger einkaufen als Anheuser Busch. Und, und, und…

Kommen wir jetzt also zurück zum Anfang unserer kleinen Betrachtung, stellt sich die Frage: wie billig könnte das Löwenbräu – Bier eigentlich sein? Warum gelingt es ihnen mit ihrer schieren Menge nicht, den Bierpreis einer kleinen fränkischen Brauerei nicht zu unterbieten? Kommen also nicht unter € 1,90 im Verkauf? Stattdessen meinen sie und die ortsansässigen Gastronomen, ihr Bier in Baden-Baden für unfassbare € 5,30 verkaufen zu müssen. Dies ist ungefähr dreimal so teuer wie das Vergleichsbier. Und was würde passieren, schickte ein hiesiger Wirt ein- oder zweimal die Woche einen Laster nach Maroldsweisach. Um so preiswertes und wie gutes Bier zu holen?

Und gäbe anschließend nicht nur das Bier, sondern auch den Preis an uns fröhliche Zecher weiter. Bis es soweit ist, bleibt uns nur zu konstatieren: das Mass ist voll.

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