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„Mensch. Tier. Wir“

Warum die Tierärzte neuerdings tierisch viel verdienen

Der Mann war über überglücklich. Endlich konnte er seinen wieder genesenen Hund im Arm halten. Das hatte seinen Grund. Und auch seinen Preis. Auf ca € 28 000, so schätzte er, dürften sich die Heilungskosten incl. OP belaufen haben.

Eine stolze Summe für ein geliebtes Tier. Sicherlich die Ausnahme. Und doch werden sich in jüngster Zeit auch Besitzer kleiner Tiere über große Tierarztrechnungen gewundert haben. Hieß es früher noch: „Vor einer Wirtschaft stehen zehn Daimler und ein Subaru – was ist das? Eine Bauernhochzeit. Und den Tierarzt haben sie auch noch eingeladen“. Dieser Joke, so frisch er wirken mag, ist mittlerweile völlig veraltet. Konnte vor Corona – sagen wir mal – ein armes Weiblein mit siecher Katze beim Tierarzt noch auf Gnade hoffen – das ist lange her.

Der Tierarztstand hat mittlerweile finanziell massiv aufgerüstet. So sind die Honorare für die Leistung am lieben Tier seit Ende 2022  um teilweise 163% gestiegen, was im Einzelfall dazu geführt hat, dass z.B. das Einschläfern eines Wellensittichs – wie mir zugetragen wurde – € 140 gekostet hat.

Da sollte man vielleicht besser überlegen, den Vierbeiner krankenzuversichern. Das kostet im Monat zwischen € 35 bis € 70, was aufs Jahr gerechnet einen runden Tausender ausmacht. Dabei geht es noch umfassender. So bietet die Uelzener Tierversicherung („Mensch. Tier. Wir“) zusätzlich noch einen sogenannten „Sterbegeld – Baustein“ an. Was man unter ‚Baustein‘ versteht, wird nicht ganz klar. Vielleicht fallen darunter allfällige Steinmetzarbeiten und Grabpflege. Wem das zuviel wäre, dem raten wir zur Beisetzung in einem Friedwald.

Doch mag das ja noch ein Weilchen hin sein. Zuvor gälte es noch, die Arztkosten zu minimieren. Berücksichtigt man, dass Untersuchungen belegen, dass nahezu ein Drittel aller Tierhalter Hund und Katz mit ins Bett nehmen, so wäre der Versuch nur konsequent, seine Katze z.B. als vollwertiges Familienmitglied zu deklarieren, um sie dann – unter strikter Vermeidung des familieninternen Kosenamens („Muschi“) – diskret mitzuversichern.

 

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