Allgemein Kultur

Lesen im Schatten

Dieses Jahr wird uns ganz besonders in Erinnerung bleiben. Zum einen, weil in Klagenfurt beim Lesewettbewerb eine junge Frau namens Lea Schätte mit ihrem Buch „Das Schwarze an den Händen meines Vaters“ den Bachmann Preis gewonnen hat. Aber auch der Hitze wegen, die eine ungnädige Sonne verströmte und zwar dergestalt, dass augenscheinlich die Schatten knapp wurden.

Wäre so ein Schatten eine handelbare Ware, wäre der Preis ins unermessliche gestiegen. Ja, Sozialschwache hatten sich ihren persönlichen Schatten kaum mehr leisten können! Die Luft war so heiß, dass die Preise für einen richtigen Schatten in die Höhe schossen, ja, an manchen Orten drohten sie sogar auszugehen.

Und doch sieht es ganz danach aus, dass die Schatten nicht gänzlich verschwinden werden, sondern das nächste Jahr wieder kommen, vielleicht sogar etwas günstiger!

Den Lesern von Lena Schättes Buch wäre Ähnliches zu wünschen. Das wäre dann der nächste heiße Lesesommer.

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