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Neue Perspektiven in jeder Beziehung

„Boxen auf“ auch für das gesellschaftliche Leben im Kurhaus Baden-Baden

Eigentlich war vieles wie immer – und doch gefühlt alles ganz anders: Im erstmals nach der Coronapause wieder zugänglichen Benazetsaal trafen sich – wie üblich – am Vorabend des ersten Renntags Pferdefreunde aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport auf Einladung der Baden-Baden Events und der neuen Baden Galopp diesmal unter dem Motto „Boxen auf“.

Weniger Glamour als beim traditionellen Empfang zur Großen Woche, ein mit Stehtischen und hohen Stühlen auf Corona-Distanz eingerichteter Saal , dem eine ausgeklügelte Lichtregie ungewohntes Flair verlieh. Neue Perspektiven beschworen auch die Gastgeber herauf: Die große Renntradition soll fortgesetzt werden, aber unter zeitgemäßen Bedingungen – fröhlich, leger und mit hohem Spaßfaktor rund um den hochklassigen Rennsport. Es gilt, neues Publikum zu gewinnen – ohne dabei aber die Stammgäste, die die Kurstadteleganz schätzen, zu verprellen.

„Boxen auf“ hieß es mit dieser von viel Optimismus und guter Laune geprägten Veranstaltung aber auch für das Kurhaus typischen Galaabende des Tanzsports: Am 11. September tritt die Elite der Standardpaare zur Kür-Europameisterschaft der Professionals im Bénazetsaal an – vor einem Publikum in festlicher Abendgarderobe statt sportlich-legeren Outfits wie beim Auftakt. Im gewohnten Rahmen soll auch die Welttanzgala am 8. November die Gäste mit allen Facetten des Tanzsports bezaubern – und möglicherweise dürfen dann auch wieder die Tanzbegeisterten selbst die Fläche stürmen. Schon zwei Wochen später steht mit „Soul Dance“ eine außergewöhnliche Tanzshow auf dem Programm. Sogar eine Silvestergala scheint möglich zu sein – falls Corona nicht wieder einen dicken Strich durch die Planung macht. Planungssicherheit sieht anders aus. Dass mit großem Engagement und noch größerer Begeisterung derartige Klippen zu meistern sind, hat das Team von „Baden Galopp“ bewiesen: Mit einem Drittel der üblichen Vorlaufzeit und der Hälfte der üblichen Mannschaft wurde das volle Programm für die auf vier Renntage reduzierte „Große Woche“ aus dem Geläuf gestampft. Auch wenn das hochgesteckte Ziel der doppelte Besucherzahl bei der Premiere in diesen Tagen wohl kaum zu erreichen ist – „Hals und Bein“ ist für die Zukunft allen Beteiligten zu wünschen – auf der Rennbahn, den Tribünen und dem Parkett.

Irene Schröder

Fotos mit fr. Genehmigung durch Valentin Behringer

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