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Der Holzarbeiter

Die „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ präsentiert Frank Lippold  in Baden-Baden

Jetzt, da die Festtagsente verdaut, das Geschenkpapier glatt gestrichen und in einer Schachtel verstaut sind, bietet sich ein kleiner Spaziergang an,  hoch zum Marktplatz, ins Alte Dampfbad.

Entworfen wurde es 1848 vom Karlsruher Architekten Heinrich Hübsch, und so, wie es sich heute präsentiert, könnte es unschwer als die Mutter aller Toskanahäuser durchgehen. Deren formaler Standard bestimmen ja zunehmend die Neubaugebiete der Stadtränder. Doch ist das Alte Dampfbad überaus zentral lege. In diesem prächtigen Bau residieren einerseits der Dichter Otto Jägersberg (wir berichteten), anderseits aber auch die Gesellschaft der Freunde junger Kunst e.V., die in diesen Tagen einmal mehr eine sehenswerte Ausstellung verantwortet.

Seit dem 10. Dezember präsentiert sich dort oben der Künstler Frank Lippold, der den städtischen Kunstpreis erhalten hatte. Frank Lippold, von dem sich sagen ließe, dass er  in Baden-Baden hängen geblieben ist, stammt aus Greifswald, wo er 1970 geboren wurde. Nach seiner Ausbildung als Werkzeugmacher studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

2014 erhält er dann das ‚Baldreit Stipendiat‘ und lässt sich in Baden-Baden nieder, wo er als mit Holz Schaffender nunmehr mehrschichtige und schwarz grundierte Holzplatten zum Ausgangsmaterial für seine Arbeiten macht. „Dabei trägt er die schwarze Farbe ab, dringt in die Platte ein und gibt ihr ein strukturiertes Gesicht“. Dieser Vorgang ist komplexer Natur, vor allem auch, da er sein Schaffen in freier Natur gestaltet. Neben den zahlreichen ‚Holzbildern‘, die – siehe oben – teilweise formal an gotische Kathedralen erinnern, malt er auch in Öl. So z.B. eine Vielzahl von Bildern, die Vögel zum Gegenstand haben.

Er gefällt sich also nicht ausschließlich im ‚Monothematischen‘, sondern präsentiert sich durchaus auch in der Breite eines Schaffens.

Der Journalist Pit Klein hat die sehr informative Einführung in das komplexe künstlerische Gestalten gegeben, die man unbedingt auf der Website der Gesellschaft (http://www.gfjk.de) nachlesen sollte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28.1. des neuen Jahres zu sehen.

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