Der Badenblogger » 17. Dezember 2020

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Allgemein Menschen

Auch das noch: CORONA macht blind!

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Alle reden derzeit über Corona. Dass das ein Thema ist, erkennt man allein schon daran,  dass die einhundertdreißig Mitglieder des Gesamtvorstandes der GfdS (Gesellschaft für deutsche Sprache) nach langer Beratung übereinkamen, „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres zu küren. Jetzt ist das Thema wirklich großflächig angekommen. Natürlich auch bei mir. Auch ich bin nicht außen vor. Auch ich bin Maskenträger. Noch schlimmer. Ich bin darüber hinaus auch noch Brillenträger.

An beidem, der Brille wie der Maske, trage ich freilich schwer, was aber vor allem  an meiner Sehschärfe liegt. Gut, ich würde nicht sagen, dass ich blind bin, zumindest hat mir bislang noch niemand das Tragen einer gepunkteten Binde nahegelegt. Wäre ja auch noch schöner bei minus zwei Dioptrien. Zudem ist es bislang auch noch nicht vorgekommen, dass ich etwa eine fremde Frau gefragt hätte, ob sie sich zum Fest von mir etwas Warmes zum Anziehen wünscht.

Trotzdem aber fühle ich mich bei gleichzeitigem Tragen von Brille und Maske, je nach Situation, doch ziemlich eingeschränkt, was daran liegt, dass durch meinen Atem die Brille stark beschlägt.

Mein Sehvermögen ist dann stark einschränkt. Wie stark, mag man daran sehen, dass ich, wie kürzlich passiert, mich in der Bahnhofsbuchhandlung beim Suchen nach einer Autozeitschrift um ein Haar in den daneben liegenden Softpornobereich verirrt hatte. An einer Autobahnraststätte wäre das nicht weiter aufgefallen, aber unter diesen Umständen erregte ich die Aufmerksamkeit eines wahrscheinlich den Unterricht schwänzenden Pennälers. Auch wenn ich den sündigen Bereich nur knapp streifte, so legt mein fast tastendes Suchen Handlungsbedarf nahe. So wie ein wirklich Blinder sich im Alltag der Hilfe eines Blindenhundes versichert, so überlege ich derzeit ernsthaft, ob mein nahezu blinden-ähnlicher Zustand nicht allmählich auch nach einer solchen Hilfe verlangt.  

Und in der Tat. Da der Staat in letzter Zeit seine Fürsorglichkeit stark ausgeweitet hat, trage ich mich zunehmend mit dem Gedanken, mir auf Staatskosten einen Blindenhund zuzulegen. Hat sich das mit Pandemie eines Tages erledigt, bräuchte ich freilich keine Maske mehr. Nach Ablegen der Maske wäre mein Sehvermögen  nicht mehr eingeschränkt. Anschließend könnte das Tier wieder als Schäferhund arbeiten. Dann könnte es z.B. einem Schäfer helfen, seine Schafe wieder zu finden.

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