Der Badenblogger » Dezember 2017

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Allgemein Kultur Malen & Schnitzen

Der Holzarbeiter

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Die „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ präsentiert Frank Lippold  in Baden-Baden

Jetzt, da die Festtagsente verdaut, das Geschenkpapier glatt gestrichen und in einer Schachtel verstaut sind, bietet sich ein kleiner Spaziergang an,  hoch zum Marktplatz, ins Alte Dampfbad.

Entworfen wurde es 1848 vom Karlsruher Architekten Heinrich Hübsch, und so, wie es sich heute präsentiert, könnte es unschwer als die Mutter aller Toskanahäuser durchgehen. Deren formaler Standard bestimmen ja zunehmend die Neubaugebiete der Stadtränder. Doch ist das Alte Dampfbad überaus zentral lege. In diesem prächtigen Bau residieren einerseits der Dichter Otto Jägersberg (wir berichteten), anderseits aber auch die Gesellschaft der Freunde junger Kunst e.V., die in diesen Tagen einmal mehr eine sehenswerte Ausstellung verantwortet.

Seit dem 10. Dezember präsentiert sich dort oben der Künstler Frank Lippold, der den städtischen Kunstpreis erhalten hatte. Frank Lippold, von dem sich sagen ließe, dass er  in Baden-Baden hängen geblieben ist, stammt aus Greifswald, wo er 1970 geboren wurde. Nach seiner Ausbildung als Werkzeugmacher studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

2014 erhält er dann das ‚Baldreit Stipendiat‘ und lässt sich in Baden-Baden nieder, wo er als mit Holz Schaffender nunmehr mehrschichtige und schwarz grundierte Holzplatten zum Ausgangsmaterial für seine Arbeiten macht. „Dabei trägt er die schwarze Farbe ab, dringt in die Platte ein und gibt ihr ein strukturiertes Gesicht“. Dieser Vorgang ist komplexer Natur, vor allem auch, da er sein Schaffen in freier Natur gestaltet. Neben den zahlreichen ‚Holzbildern‘, die – siehe oben – teilweise formal an gotische Kathedralen erinnern, malt er auch in Öl. So z.B. eine Vielzahl von Bildern, die Vögel zum Gegenstand haben.

Er gefällt sich also nicht ausschließlich im ‚Monothematischen‘, sondern präsentiert sich durchaus auch in der Breite eines Schaffens.

Der Journalist Pit Klein hat die sehr informative Einführung in das komplexe künstlerische Gestalten gegeben, die man unbedingt auf der Website der Gesellschaft (http://www.gfjk.de) nachlesen sollte.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28.1. des neuen Jahres zu sehen.

Stadtstreicher

Besser zu zweit

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Foto 2Dort, in der Sophienstraße, wo Baden-Baden ein bisschen an Münchens Maximilianstraße erinnert, und wo die Einkaufstüten von Hermes und Escada den Winterpelz auf Anmutigste schmücken, kann man in diesen Tagen ein schönes Beispiel der Entschleunigung sehen. Jetzt, da das jetzt fast schon vergangene Jahr sich seinem baldigen Ende zuschiebt, erleben wir dort einen älteren Herrn mit seinem wirklich sehr alten Hund beim täglichen Spaziergang auf dem breiten Spazierstreifen der Allee. An sich nichts Besonderes. Es fällt nur auf, wie behutsam, ja, man muss hier fast sagen, sorgsam und altersgerecht der eine mit dem anderen umgeht. So hinfällig jeder für sich selbst ist, so sehr nimmt er doch auf den anderen Rücksicht. Erst geht der ältere Herr ein paar Schritte, dann wartet er auf seinen Hund. Der wiederum kommt langsam heran, geht an seinem Herrn vorbei, blickt sich um, und wartet, bis, ja, man möchte fast sagen: Gleichstand erreicht ist. So schiebt sich das alte Duo allmählich vorwärts. Einer wartet, bis der andere nachkommt. Der Fortschritt ist halt manchmal eine Schnecke.

Unter all den guten Wünschen, mit denen wir den Jahreswechsel begleiten, sollte auch der sein, dass die beiden sich noch lange haben. Eine schöne Schicksalsgemeinschaft. Beide brauchen sich. So geht es voran. Zwar langsam, aber immerhin. Das wünschen wir für uns alle, ganz besonders aber für die beiden in der Sophienstraße.

Denen ganz besonders ein schönes und vor allem gemeinsames Fest. Zu Zweit fällt er halt leichter: der Schritt ins Neue Jahr!

Allgemein Essen & Trinken

„Die Schusswunde schützt man vor Fliegen durch Zubinden…“

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Kochen wie in den Kolonien. Eine Anregung für’s kommende Fest

Foto Uwe Schiereck

Bevor Sie, lieber Leser, liebe Leserin sich auch an diesem Weihnachtsfest wieder vorschnell für das übliche, Schäufele und Kartoffelsalat, entscheiden, lassen Sie mich bitte ganz kurz auf mein Erbe zu sprechen kommen. Aus dieser Erbmasse ist mir ein Buch geblieben, das Ihnen gerade in Zeiten allgegenwärtiger Globali-sierung vielleicht ein Stück weit Augen und Gaumen auch für neue, fremde Formen des Genusses öffnen wird. Und wer weiß: vielleicht geben Ihnen die hier vorstellten Speisen auch kleine Anregungen fürs nahe Fest. Ein Tip, sozusagen.

Wenn uns das anspricht – was würde uns dann erwarten? Der Titel des Werkes, auf das ich mich hier beziehe, heißt: „Praktisches Kochbuch“. Verfasst hat es Henriette Davidis. Erschienen ist das Werk 1844, und wurde nach mehreren überarbeiteten Auflagen 1911 von Rudolf Zäch durchgesehen und überarbeitet. Ein außergewöhnliches Werk, 1110 Seiten stark, das seinen Reiz vor allem daraus bezieht, dass es uns, neben vielen anderen nützlichen Hinweisen, und mit dem Einfügen  des neuen Kapitels „Die Tropische Küche“ einstimmt auf die Herausforderungen der neuen Zeit.  

Geplantes Wappen

Damals hatte auch Deutschland ‚zu guter Letzt‘ einen Platz an der Sonne erobert. Auch Deutschland hatte seine Kolonie. Diese sollte  fortan ‚Deutschsüdwestafrika‘ heißen. Viele zog es  nun weg aus „unserem übervölkerten Deutschland“ ins ferne Afrika, und so galt es, die Küche des ‚Gastlandes‘ den neuen Siedlern nahe zu bringen. Was sich dann auch als überaus sinnvoll erwies, denn es war nicht zu übersehen: „Meist magern die Weißen in den Tropen rasch ab“. Muss irgendwie am Klima liegen.  Was kann man dagegen tun?  „Namentlich in der Zeit der Rekonvaleszens, nach Klimafieber und Ruhr, ist eine kräftigende und angepasste Kost von großer Wichtigkeit“. Eine solche ins Zentrum der Betrachtungen zu stellen, machen sich die Verfasser zur noblen Aufgabe. Denn es gilt, gastronomisches Neuland zu betreten. Afrika auf den Tisch, so lautet die viele Seiten lange Herausforderung.

Und siehe da: wie reich die Savanne doch ist! Und was kann man da nicht alles essen! Z.B. den Höcker eines Zebus. Wichtig ist die Zubereitung.  Selbstverständlich sollte man ihn vor dem Kochen erst einmal enthäuten. Haben wir das hinter uns, verfahren wir mit dem Stück ganz normal, so, wie wir es auch vom Fleisch der in Deutschland lebenden Tiere gewohnt sind. Wir geben Salz, Pfefferkörner, Suppenkräuter dazu. Serviert wird der Zebu-Höcker dann mit einer Remouladen- oder Cumberlandsauce.

Der afrikanische Elefant ist rechts abgebildet. Man beachte den Fuss.

Jetzt zum Elefantenfuß! Er wird ähnlich zubereitet wie der Zebuhöcker, lässt uns aber darüber hinaus noch die Wahl, in welchem Zustand wir die Speise genießen: „Die gutgesäuberten und gewaschenen („Elefanten-“ d.V.) Füße … können nun warm oder auch kalt in ihrer gallertartigen Brühe serviert werden.“ Über die Größe des benötigten Topfes macht das Buch leider keine Angaben. 

Wer’s ein bisschen kleiner mag, versucht es mal mit einem Antilopenkopf, oder, falls beim Metzger zu haben, einem Affenrücken. Laut Kochbuch wird er, ähnlich wie Hasenbraten, mit Specktreifen gespickt und dann „in heißer Butter unter fleißigem Begießen in sehr heißem Ofen rasch gargebraten“. Weiter empfiehlt sich das Hinzugeben einer „Fleischbrühe aus Maggis Bouillionwürfeln“, eine Empfehlung, die man unbedingt ernst nehmen sollte, denn Maggi hatte das Kochbuch gesponsort, und so wird es in Deutschsüdwestafrika gerochen haben wie in Singen am Hohentwiel, der Heimat des Brühwürfels.

Weiter finden wir im Buch Rezepte für den Tapirbraten und auch für eine Antilope. Wie man Flusspferdefleisch zubereitet, lassen wir hier jetzt mal beiseite. Im Wesentlichen verfährt man mit ihm wie mit dem Antilopenkopf. Eigentlich ganz einfach, aber bitte Maggi nicht vergessen.

Nun kann es ja sein, dass Sie in einer besonders hippen Gegend wohnen, wo der Metzger einen diagonal über der Brust geführte Schürze trägt, ein Nerd ist und sich Butcher nennt. Er wird neben Dry Aged Steaks, saisonbedingt vielleicht auch mal Störche im Festtagsangebot führen („auf Vorbestellung“). Hier muss man aber – so empfiehlt das Kochbuch – unbedingt fragen, ob es auch wirklich junge Tiere sind. Ansonsten unbedingt darauf achten: „Alte Störche legt man 36-48 Stunden in eine Essigmarinade“. Anschließend wie gehabt: Fleischbrühe, etwas Thymian und, nach Belieben, sauern Rahm dazugeben. Kein Maggi.

Jetzt aber noch eines. Sollten Sie am Hl. Abend Gäste einladen, muss man sich vorsehen. Nicht jeder ist so weltoffen, wie er tut. Waren die Freunde schon mal in Afrika, sind also bereit, sich unterm Baum auf Neues einzulassen, kann man es spannend machen. Man hält dann mit der Wahrheit noch etwas hinterm Berg. Köstlich wäre es z.B., das Festmahl mit dem ungezwungen, fröhlichen Ruf: „Überraschung!“ einzuleiten, um dann erst nach dem Mahl mit der ganzen Wahrheit herauszurücken.

Scheint es aber, bedingt durch etwaige Empfindlichkeiten der Gäste, angebracht, diese über die Herkunft des Wild-Bratens im Unklaren zu lassen, dürfen Sie darauf zählen, dass ein noch nicht vollständig ausgewachsener Storch (erst mal „haut man Hals, Flügel und Füße weg“ – so das Kochbuch) selbst bei näherer Betrachtung locker als Stubenküken durchgeht.

Hat er allen geschmeckt, wäre das Problem, wie man so sagt, ohnehin vom Tisch.

 

PS Und ach, noch etwas. Sollten Sie es an den Feiertagen für angebracht halten, eine Aushilfe auf Teilzeitbasis zu beschäftigen,  dann Obacht: „Die Behandlung des eingeborenen Dienstpersonals will auch erlernt sein. Es gibt unter ihnen viel arbeitsscheues Volk…“

Allgemein Essen & Trinken Institutionen Stadtstreicher

„…hicks! Schuldigung. Hihihi…“

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In Baden-Baden wird Glühwein getestet. Und der Lokalchef des ‚Badischen Tagblatt’ schreibt eine Glosse.

Wie’s halt so kommt im Leben. Nachdem der Redaktionsleiter Patrick Fritsch vor längerer Zeit aus nicht erklärten Gründen das ‚Badische Tagblatt’ verlassen hatte, war Harald Holzmann nachgerückt. Und er tat, was er konnte. Kritischen Journalismus wollte er pflegen, Beiträge redigieren.

Wo geboten, wollte er auch stilbildend eingreifen, hie und da sogar Überschriften setzen: „Auto fuhr über Bordstein hinaus“, ist eine solche, in der sich das große Stilempfinden kurz nach seinem Aufstieg schon mal andeutet. An anderer Stelle erfreute uns seine Redaktion mit der Erkenntnis: „Tulpen sind kein Eintagsfliegen“ und, so ließe sich ergänzen: Autos kein Bahnhof. Im Festungswerk in Rastatt „keimte im vergangenen Jahr Hoffnung auf“. Und eine Pressemeldung aus dem Rathaus ließ den Kollegen zu guter Letzt „dann noch leise aufseufzen“.

Gut, dass da einer ist, der das alles verantwortet.

Nachdem er hier erste Akzente gesetzt hatte, widmete er sich verstärkt seiner eigene Schreibe. So auch jetzt wieder in einer Glosse, die „Augenblick mal!“ heißt und uns auch diese mal wieder große Freude bereitet. „Doll im Kopp: Nur Silber fürs Rebland“, lesen wir in diesen Tagen. Saisonbedingt beschäftigt sich der Lokalchef an herausragender Stelle mit dem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Es war nämlich so, dass Natalie Lumpp, eine ausgewiesene Someliere, Verfasserin einer Vielzahl von Büchern zum Thema Wein, dazu Weinfachfrau in unzähligen Sendungen des SWR und neuerdings auch noch Jurorin des renommierten Gault Millau, auf dem Weihnachtsmarkt eine Verkostung der dort ausgeschenkten Glühweine vornahm.

Ein nicht unbilliges Vorgehen. Denn wer jemals durch übermässigen Glühweingenuss seiner Vorfesttagsfreude Ausdruck verliehen hat, der weiß, dass die Qualität des Weines für das Wohlbefinden am nächsten Morgen eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt. Mit der Weinverkostung galt es also herauszufinden, wessen Weihnachtstrunk am besten schmeckt und uns zudem keine Kopfschmerzen beschert. So weit, so gut.

Nun begab es sich aber, dass für dieses mal ein österreichischer Wein, nicht aber ein hiesiges Produkt,  den 1. Platz besetzte. Der Schaden schien überschaubar, denn unmittelbar danach kam  ein  Wein des Hauenebersteiner Weingutes Maier, der sich den Platz freilich mit einem Pfälzer Wein teilte.

Egal. Das kam bei dem Journalisten und Lokalpatrioten Holzmann gar nicht gut an. Da der Bewertung ein Verkosten von zwanzig verschiedenen Weinen vorangegangen war, glaubte er davon ausgehen zu können, dass die Testerin ihre Arbeit in zunehmend trunkenem Zustand verrichtet hatte. Schon möglich, dass er das Prinzip einer Weinverkostung (testen, nicht schlucken) so recht nicht realisierte, denn er versank in tiefe Ratlosigkeit, wie Natalie Lumpp so viel Alkohol überhaupt  zu sich nehmen konnte.  So war es nur zu verständlich, dass er  die Testfähigkeit der Person als solche anzweifelte.

Seinen Beitrag schloss er folgerichtig in lautmalenden Worten. „Die had nen gans schön hefdiche Schob, diese Lumpp – hicks! Schuldigung. Hihihi…“

Einem wird’s gefallen haben: dem Baden-Badener CDU Stadtrat Klaus Bloedt – Werner, der sich wohl „zum Werbetrommler für gute Tröpfchen aus dem Rebland aufgeschwungen“ hatte. Dahingestellt muss fürs erste jetzt mal bleibe, wie man es schafft, sich als „Werbetrommler“ zu irgendetwas aufzuschwingen.   In jedem Fall geschafft hat es Harald Holzmann, sich tief ins vorweihnachtliche Herz eines CDU Lokalpolitikers hineinzuschreiben.

Vielleicht sinnt  der Lokalchef schon über die nächste Glosse nach. Ansonsten will er jetzt erst mal den kalten Weihnachtsmarkt besuchen. Bei dem Gedanken wird ihm  schon ganz warm ums Herz.  „Vielleicht dreff isch ja sogar den Glaus vonner Se-De U.“

Allgemein Essen & Trinken

Heiße Marke

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Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass hier berichtet wurde, dass aus der Pfalz mal wieder ein richtiger Knaller kommt. Es begab sich nämlich, dass man dort, jahreszeitgemäß, also im Sommer, ein Leberwursteis entwickelt hatte.

Nun wollen wir hier ausdrücklich nicht auf diesen blöden Witz Bezug nehmen, der da lautet: „Es ist 15 Meter lang und riecht nach Leberwurst – was ist das?“ Um dann alle rufen zu hören: „Ein Bus voll Pfälzer“. Solche Kalauer lehnen wir ab, wenngleich sie uns schon zu denken geben. Mit so einem geschmacklosen Gag ist in diesen Tagen Gottseidank auch kaum zu rechnen, wenn wir – ebenfalls aus der Pfalz – gemeldet bekommen, dass dort auch in diesen Tagen wieder eine GLÜHWEINKÖNIGIN vor ihr Volk tritt.

Sie heißt Sarah Schmitt und kommt aus Konz. Der Glühwein hat also auch dieses Jahr wieder  ein Gesicht bekommen. Diese famose Marketingaktion gibt es allerdings schon seit 2008, ist mithin nicht ganz neu. Seit 2008 kämpft man in der Pfalz gegen das liederliche Image des Glühweins, von dem viele glauben, er sei von Haus aus „süß, klebrig, pappig“. Lassen wir jetzt mal weg, dass wir nicht so recht wissen, was ‚pappig‘ meint. Wahrscheinlich aber dürfte das schlechte Image des Glühweins darin begründet liegen, dass es sich häufig genug bei dem ausgeschenkten Wein um gepanschte, minderwertige Ware handelt. Das würde darauf hinauslaufen, dass wir bisher einen rechten Weinbastard im Weihnachtsmarkt-Becher hatten.

Das mag überall so sein. Nicht aber in der Pfalz. Dort weist jede Glühweinkönigin in jedem einzelnen Interview, also immer wieder darauf hin, dass die wirkliche Basis dieses warmen Schoppens aus einem soliden, guten Pfälzer Wein bestehen sollte. Und da sie als Repräsentantin dieses vorweihnachtlichen Genussmittels im Auftrag der ‚Arbeitsgemeinschaft Trierer Weihnachtsmarkt‘ unterwegs ist, ahnt sie sicherlich auch, dass sie selbst mittlerweile eine beim Bundespatentamt eingetragene Marke ist. So vergisst sie auch nie hinzuzufügen, dass man als Wein am besten den Pfälzer ‚Dornfelder‘ nehmen sollte. Denn auch der ist beim Bundespatentamt eingetragen. Noch nicht eingetragen ist der obligatorische Interviewzusatz, dass sie als Glühweinkönigin nach einem Becher des ‚alkoholischen Heißgetränks‘ immer ‚auf Kinderpunsch umsteigt‘.

Falls sich nun eine Leserin berufen fühlen sollte, in die Fußstapfen der diesjährigen Glühweinkönigin zu treten, gilt es zu beachten, dass für die Glühweinkönig dasselbe gilt wie für den Basiswein: auch sie sollte das Prädikat ‚sortentypisch‘ tragen.

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